Redaktion: Wie schildern Patienten ihre Probleme mit Schlupflidern?

Dr. Dr. Stein Tveten: Eine 35-jährige Patientin besuchte mich kürzlich in meiner Praxis. Sie fand, dass ihre Augenpartie nicht ihrem Lebensalter entspräche. Seit vier Jahren bescherte ihr das Berufsleben eine stressige wie auch belastende Zeit, die man ihrer Meinung nach dem Gesicht und insbesondere den Augen ansah. Sie fühlte sich dadurch sehr gealtert, vor allem Schlupflider bereiteten ihr Unbehagen. Sie verliehen ihr einen dauerhaft müden und erschöpften Ausdruck. Hinzu kam, dass die Haut um ihre Augen sehr dünn war. Ihrer Auffassung nach kam es infolgedessen zu einer asymmetrischen Mimik, die durch die Schlupflider verstärkt wurde. 

 

Sie war es endgültig leid, ständig neue Cremes auszuprobieren und sich gut gemeinte Ratschläge anhören zu müssen. In ihrer Verzweiflung halfen ihr Tipps wie „Schlaf doch einfach mal richtig aus.“ auch nicht weiter. Sie entschied sich letztendlich für den Besuch meiner Praxis. Ich konnte ihr mit einem operativen Eingriff helfen. Zeitgleich führte ich eine Ober- und eine Unterlidkorrektur durch. Die OP verlief völlig unproblematisch. Als sie nach wenigen Wochen zur Nachuntersuchung in die Praxis kam, berichtet sie von den vielen Komplimenten, die sie in der letzten Zeit erhalten hatte. Das Ergebnis fiel also zu ihrer vollsten Zufriedenheit aus. Sie ärgerte sich allerdings darüber, dass sie sich nicht schon viel früher für eine Lidstraffung entschieden hatte.